Für immer mehr Menschen stellt sich die Frage nach der
Finanzierung
einer Immobilie im Ausland. Manche möchten diese
ausschließlich als
Ferienimmobilie nutzen und andere suchen den Ruhesitz fürs
Alter in
wärmeren Regionen Europas. Egal ob es eine sichere
Kapitalanlage sein
soll oder für eigene Wohnzwecke genutzt werden soll,
spätestens, wenn
Sie sich nach einer geeigneten Finanzierung umsehen, kann es ein
Problem geben.
Ein Grund, weshalb sowohl die Auswahl der Immobilie als auch deren
Finanzierung besonders gut durchdacht und geplant werden muss.
Oft begehen Verbraucher den Fehler, dass sie sich direkt im Urlaub
überrumpeln lassen und eine folgenschwere Fehlentscheidung
treffen,
gerade wenn es um Ferienimmobilien geht, die dann auch noch vermietet
werden sollen.
Grundsätzlich sollte so eine Entscheidung in der Heimat
getroffen und
die Suche nach einem geeigneten Objekt vor Ort ganz in Ruhe angegangen
werden. Wer die Landessprache nicht beherrscht, sollte zu Verhandlungen
immer einen unabhängigen Dolmetscher mitnehmen und darauf
achten, dass
ein Vertrag, sofern er geschlossen wird, zweisprachig ausgefertigt ist.
Spätestens dann, wenn die Auslandsimmobilie in Deutschland
finanziert
werden soll, gibt es ein Problem, wenn kein deutsches Vertragswerk
vorgelegt werden kann.
Die Nebenkosten einer Immobilie im Ausland können bis zu 30
% des
Kaufpreises betragen, so gibt es in Spanien beispielsweise eine
Wertzuwachssteuer, die der Käufer der Immobilie zahlen muss.
Wer an die Finanzierung einer Auslandsimmobilie denkt, sollte sich auch
immer mit dem Vertragsrecht des Landes vertraut machen, es kann
erheblich zum Vertragsrecht des Heimatlandes abweichen. Der Kaufvertrag
ist bei einem Notar abzuschließen. Vereinbaren Sie immer ein
Rücktrittsrecht in einem angemessenen Zeitrahmen, um dann im
Heimatland
die Finanzierung der Auslandsimmobilie zu klären.
Sicherer und besser ist es, wenn solche Kaufabsichten bestehen, die
Finanzierung des ganzen Vorhabens im Vorfeld zu klären und das
möglichst in der Heimat. Viele Banken, die sonst
Hypothekendarlehen
vergeben, stellen sich bei Auslandsfinanzierungen quer, und wenn nicht
grundsätzlich abgelehnt wird, sind zumindest die Konditionen,
zu denen
die Finanzierung gewährt wird, unattraktiv. Am besten ist es
sich in
solchen Fällen an eine Kreditvermittlung für
Baufinanzierungen zu
wenden. Die arbeiten mit einer Vielzahl von Banken zusammen und sind
eher in der Lage eine passende und günstige
Auslandsfinanzierung zu
vermitteln.
Von Vorteil ist in solchen Fällen, wenn bereits im Heimatland
eine
zumindest teilweise oder ganz unbelastete Immobilie vorhanden ist.
Durch die Beleihung dieser Immobilie kann ein Darlehen gegeben werden,
dass dann für den Kauf der Ferienimmobilie genutzt werden
kann. Reicht
das auf diese Art und Weise beschaffte Kapital nicht ganz aus, kann es
zumindest als Eigenkapital für die Auslandsfinanzierung
eingesetzt
werden.
|
|