Baufinanzierung Österreich

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Baufinanzierung in Österreich

Baufinanzierung einfach erklärt Unter der Bezeichnung Baufinanzierung sind sämtliche Arten von Finanzierungen zu verstehen, die notwendig sind, um das Kapital für ein Bauvorhaben aufzubringen. Somit ist die Bezeichnung Baufinanzierung ein Sammelbegriff für alle möglichen Finanzierungen, die im Zusammenhang mit dem Bau oder Kauf einer Immobilie stehen. Dazu gehören die Vorfinanzierung, die Zwischenfinanzierung, die Anschlussfinanzierung und das Forward-Darlehen.

Zur besseren Unterteilung ist die Baufinanzierung in die Eigen- und die Fremdfinanzierung zu unterteilen. Mit der Eigenfinanzierung sind alle vorhandenen Eigenmittel gemeint, die der Bauherr in das Vorhaben einbringt.

  • Guthaben auf der Bank
  • Guthaben aus einem Bausparvertrag
  • Tages- und Festgeldanlagen
  • Wertpapiere
  • Grundstücke
  • Eigenleistungen (Muskelhypothek)
Der Anteil der Eigenfinanzierung ist in vielen Fällen geringer als der Fremdfinanzierungsbedarf. Für die Fremdfinanzierung gibt es kurz- und mittelfristig angelegte Kredite, die zur Vorfinanzierung dienen und Bankkredite, die als Zwischenfinanzierung genutzt werden, wenn beispielsweise Eigenmittel noch nicht verfügbar sind.

Langfristige Darlehen im Sinne der Baufinanzierung sind Bauspardarlehen, Darlehen aus öffentlichen Fördermitteln, Realkredite und gegebenenfalls auch Arbeitgeberdarlehen.

Besondere Bedeutung kommt dem Realkredit zu, der ein zweck- und objektgebundenes Darlehen darstellt und durch die Eintragung eines erstrangigen Grundpfandrechtes besichert wird. Die Grundpfandrechte sind Hypotheken und Grundschulden. Mit der Eintragung des Grundpfandrechts sichert sie die kreditgebende Bank ihre Ansprüche an erster Stelle. Zu den klassischen Finanzierungsarten gehört hier das Annuitätendarlehen, welches bevorzugt genutzt wird.

Ein Bauspardarlehen setzt immer voraus, dass der Bauherr im Vorfeld einen Bausparvertrag bei einer Bausparkasse abgeschlossen und bis zur Zuteilungsreife bespart hat. Schon bei Abschluss des Bausparvertrages hat sich der Bauherr die Zinsen für das zukünftige Darlehen gesichert.

In der Regel sind Baufinanzierungen von den Darlehenssummen in Größenordnungen, die eine Tilgung über mindestens 10 Jahre, manchmal auch 20 oder 30 Jahre nach sich ziehen, häufig mehrere Finanzierungsrunden notwendig werden. Läuft bei einem Hypothekendarlehen die zehnjährige Zinsbindungsfrist aus, muss eine Anschlussfinanzierung oder Umschuldung genutzt werden. Die kann sowohl beim bisherigen Kreditgeber als auch bei einer anderen Bank abgeschlossen werden. In den letzten Jahren nutzen Bauherren immer häufiger das Forward-Darlehen als Möglichkeit der Anschlussfinanzierung. Mithilfe dieser Darlehensform kann sich der Kreditnehmer maximal fünf Jahre vor Auslaufen der Zinsbindung günstige Konditionen sichern. Das Forward-Darlehen ist besonders in interessant, wenn die Bauzinsen im so genannten Zinstief sind.
Grundsätzlich gilt, dass in eine Baufinanzierung wenn möglich immer Eigenkapital eingebracht werden sollte. Je höher das Eigenkapital, desto attraktiver sind auch die Konditionen zu denen die Banken die Baudarlehen vergeben und die gesamte Baufinanzierung bekommt mehr Sicherheit. Darlehen zur Baufinanzierung werden nur an Bauherren herausgegeben, deren Bonität einwandfrei ist.

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