Baufinanzierung Österreich

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Baufinanzierung in Österreich

Das Forward-Darlehen Das Forward-Darlehen setzt voraus, dass der Darlehensnehmer sich bereits in der so genannten ersten Finanzierungsrunde befindet und die Zinsbindungsfrist in den kommenden Jahren ausläuft. Mit der Aufnahme eines Forward-Darlehens kann sich ein Darlehensnehmer heute die günstigen Konditionen für die Zukunft sichern. Forward-Darlehen werden heute von den Anbietern für bis zu fünf Jahre im Voraus vergeben. Das heißt, der Darlehensvertrag wird im Jahr 2009 unterzeichnet und die Auszahlung kann bis spätestens 2014 erfolgen. Hier lässt sich der Vorteil der Zinssicherheit für die Zukunft nutzen. Es ist mittlerweile eine der beliebtesten Formen der Anschlussfinanzierung.

Hintergrund
In den wenigsten Fällen gelingt es den Bauherren, die Darlehen für ihre Baufinanzierung während der ersten Finanzierungsrunde komplett zu tilgen. Das heißt, am Ende der Zinsbindungsfrist muss anschlussfinanziert beziehungsweise umgeschuldet werden. In die Zukunft lässt sich nicht blicken und so weiß der Darlehensnehmer im Vorfeld nicht, wie die Zinskonditionen für Baufinanzierungen zukünftig sein werden. Das Forward-Darlehen macht es möglich und es ist in Zeiten niedriger Bauzinsen auch besonders sinnvoll, sich die jetzt gültigen Konditionen gegen einen geringen Zinsaufschlag zu sichern. Für die Zeit bis zur Auszahlung des Darlehens verlangen die Banken keine Bereitstellungszinsen. Die Zinssicherung erkauft sich der Bauherr über einen Zinsaufschlag, der umso höher ist, je länger die Vorlaufzeit gewählt wird. Die Höhe des Zinsaufschlags liegt zwischen 0,003 und 0,030 % im Monat. Deshalb sollten vor Abschluss eines Forward-Darlehens immer mehrere Angebote eingeholt und verglichen werden.

Vorteile Forward-Darlehen

Das Forward-Darlehen bietet absolute Sicherheit bei der Planung. Zins und Tilgung lassen sich an den Bedarf anpassen und der Darlehensnehmer ist nicht auf das Angebot zur Anschlussfinanzierung der kreditgebenden Bank angewiesen. Banken, die ein Forward-Darlehen vergeben, lassen sich dann bei Auszahlung die Grundschuld abtreten.

Nachteile Forward-Darlehen

Der Darlehensnehmer legt sich verbindlich fest. Das Forward-Darlehen ist keine Option auf ein günstiges Darlehen, sondern mit der Unterschrift unter den Vertrag verpflichtet sich der Darlehensnehmer das Darlehen zum festgelegten Zeitpunkt abzunehmen. Das kann unter Umständen zur Folge haben, wenn beispielsweise das Wohneigentum verkauft werden muss, dass der Darlehensnehmer eine hohe Nichtabnahmeentschädigung an die Bank zahlen muss oder dass die Zinsen sich deutlich anders entwickelt haben, als vorhersehbar war und der Darlehensnehmer jetzt ein Forward-Darlehen nutzt, dessen Konditionen im Vergleich zum aktuellen Zinsniveau viel zu hoch sind.

Das Forward-Darlehen als Anschlussfinanzierung ist eine Möglichkeit, die aber nur in Zeiten genutzt werden sollte, in denen sich die Zinsen für Baufinanzierungen auf einem sehr niedrigen Niveau befinden. Dazu ist es erforderlich, die Zinsbedingungen der Vergangenheit zu analysieren und daraus die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen.

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