Darlehen, die zur Finanzierung von baulichen Maßnahmen an
vorhandenen
Immobilien dienen, die saniert werden müssen, werden als
Sanierungsdarlehen bezeichnet. Diese baulichen Maßnahmen
können auf die Erneuerung von Dächern, auf
die neue Gestaltung der Fassade, auf den Austausch von Fenstern und
Türen oder auf die Verbesserung der Energieeffizienz eines
Hauses
gerichtet sein. Normalerweise werden Sanierungsdarlehen in das
Grundbuch eingetragen.
Ist die vorher aufgenommene Baufinanzierung schon zu großen
Teilen
zurückgeführt, lässt sich der Eintrag allein
durch den Wert der
Immobilie decken. Kleinere Sanierungsdarlehen werden häufig
auch ohne
einen Eintrag ins Grundbuch ausgegeben, wenn als Sicherheit das
Einkommen des Darlehensnehmers ausreichend hoch ist. Dann
können die
sonst notwendigen Kosten für den Notar gespart werden.
Im Hinblick auf die Gestaltung der Sanierungsdarlehen, sind diese
meistens genau so beschaffen wie traditionelle Immobiliendarlehen. Es
besteht die Möglichkeit, tilgungsfreie Anlaufjahre oder
Zinsfestschreibungen über einen bestimmten Zeitraum oder die
gesamte
Laufzeit festzulegen. Sanierungen dienen in erster Linie der
Werterhaltung oder
Wertsteigerung des Objektes, und wenn sie auf die Senkung des
Energiebedarfs ausgerichtet sind, bringen sie dem Darlehensnehmer in
Zukunft erhebliche Kosteneinsparungen beim Energieverbrauch. Durch
entsprechende Dämm- und Sanierungsmaßnahmen
können hier jährlich eine
Menge Energiekosten gespart werden. Eine Wärmedämmung
der Fassade und
die Erneuerung der Fenster bringen Einsparungen bei den Heizkosten, mit
denen die Kosten für die Sanierung sich in wenigen Jahren
amortisiert
haben werden.
Energiesparen Renovierungen und Sanierungen, mit denen der
Immobilienbesitzer einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leistet,
werden besonders günstig finanziert. Für viele
Sanierungen gibt es
staatliche Fördermittel, nach denen entweder
Zuschüsse zu den
Sanierungsdarlehen gewährt werden oder Einmalbeträge,
die nicht
rückzahlbar sind. Auch über die vier
österreichischen Bausparkassen
werden Sanierungsdarlehen zu günstigen Konditionen angeboten.
Umfragen der Bausparkassen zufolge gibt ein
Großteil der Befragten
Eigenheimbesitzer an, dass sie auf eine gute
Wärmedämmung und auf die
Umrüstung der Heizungsanlagen auf biogene Fernwärme
oder erneuerbare
Energie und auf die Nutzung von Solarenergie gesteigerten Wert legen.
Immerhin mehr als 80 Prozent der Österreicher halten das
Bausparen für
den Hausbau und Hausumbau für die beste Möglichkeit.
In den letzten
Jahren hat sich die Anzahl der vergebenen Sanierungsdarlehen
verdreifacht.
Die günstigen Konditionen, die garantierten staatlichen
Prämien sowie
die garantierte Zinsobergrenze machen es möglich, dass auch
Normalverdiener sich die Sanierung ihres Eigenheims leisten
können.
Immerhin ist von den zwischen 1945 und 1980 in Österreich
errichteten
Wohneinheiten gut die Hälfte schlecht isoliert, sodass
Sanierungen
vordringlich angesagt sind. Klimaschutz geht uns schließlich
alle an
und von den Einsparungen kann nebenher auch profitiert werden.
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