Baufinanzierung Österreich

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Baufinanzierung in Österreich

Tipps beim Bau Wir geben Ihnen wertvolle Tipps, die dem Bauherrn das Organisieren des Bauvorhabens erleichtern können. Dabei gehen wir auf solche Kriterien ein, die von Beginn an berücksichtigt werden sollten, damit die Finanzierung des Bauvorhabens leichter wird. Die wesentlichen drei Erkenntnisse lassen sich dabei in drei Punkten einordnen:

  1. Sie müssen die Nebenkosten richtig kalkulieren
  2. Sie dürfen die Eigenleistungen nicht überschätzen
  3. Sie sollten Bereitstellungszinsen planen.
1. Die Nebenkosten
Häufig unterschätzen Bauherren die Nebenkosten, die im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben anfallen.
  • Kosten für den Grundstückskauf - etwa 30 – 50 % der gesamten Kosten
  • Grunderwerbssteuer – 3,5 % des Grundstückspreises
  • Baugenehmigungskosten – etwa 0,2 % der Bausumme
  • Erschließungskosten – zwischen 25 und EUR 75,- je m²
  • Kosten für den Anschluss an öffentliche Versorgungsleitungen – etwa EUR 7.500,-
  • Vermessungskosten, Honorare – etwa 12 – 15 % der Baukosten
  • Bereitstellungszinsen – 2 bis 3 % im Jahr
  • Versicherungskosten – einmalig etwa EUR 300,-
  • Kosten beim Notar- und Grundbuchamt – etwa 1 % des Grundstückspreises
  • Gebühr für die Ermittlung des Beleihungswertes – ungefähr 1 % der Darlehenssumme
  • 3 % Maklergebühren + 20 % MwSt.
  • Kaufvertragserrichtung ca. 2 - 3 % des Kaufpreises + 20 % MwSt.

2. Die Eigenleistungen
Eigenleistungen sind auch unter dem Begriff Muskelhypothek bekannt. Wer beim Bau seines Hauses kräftig mithilft, kann viel Geld sparen, aber dennoch sollten die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten nicht überschätzt werden, denn dahinter steckt ein oftmals immenser Zeitaufwand, der Bauherren nicht immer verkraften. Das kann zur Folge haben, das die geplanten Eigenleistungen nicht in der Form erbracht werden können und nachfinanziert werden muss.
Realistisch ist, wenn etwa 5 bis 10 % der Finanzierungssumme durch Eigenleistungen abgedeckt werden, das sollte sich jeder Bauherr vom beauftragten Bauunternehmen bestätigen lassen.

Die Bereitstellungszinsen
Das bewilligte Darlehen wird beim Bau eines Hauses nicht komplett benötigt. In der Regel erfolgt die Auszahlung in Tranchen, die mit der Fertigstellung verschiedener Bauabschnitte verbunden sind. Dadurch macht die Bank einen Verlust, weil Sie als Bauherr keine Zinsen zahlen, diesen lässt sie sich durch die Bereitstellungszinsen ausgleichen. Manche Finanzinstitute verlangen schon nach zwei Monaten Bereitstellungszinsen, andere erst nach einem Jahr. Das kann dazu führen, dass die Bereitstellungszinsen einen eigentlich günstigen Kredit beträchtlich verteuern. Um zwischen den Anbietern vergleichen zu können, muss die Restschuld am Ende der Zinsbindung als Basis angesetzt werden.

3. Die Auszahlung der Darlehenssumme
Grundsätzlich wird das gesamte Darlehen nicht in einem Betrag bereitgestellt. Die Auszahlung erfolgt immer entsprechend dem Baufortschritt. In der Makler- und Bauträgerverordnung ist geregelt, für welche Leistungen ein Bauträger wann wie viel Geld abfordern darf. 40 % der vertraglich vereinbarten Summe sind für den Rohbau zu zahlen, 10 % bei Einbau der Fenster und weitere 8 % nach Dachfertigstellung. Die Baufortschritte müssen entsprechend nachgewiesen werden, damit die Bank die Auszahlung der Teilbeträge veranlasst.

Verwirklichen Sie Ihren Wohntraum!

 
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